Nach einem zehn Kilometer langen Fußmarsch ins Höhenlager Kibo Hut blieb uns nicht lange Zeit, um uns für den Gipfelgang vorzubereiten. Nach einem kurzen Essen legten wir uns gegen 19 Uhr schlafen. Doch an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Jeder zählte wohl schon die Minuten bis es endlich 23 Uhr war, denn dann hieß es aufstehen. Rasch waren die Rucksäcke gepackt und um Punkt Mitternacht starteten wir.
Bei sternenklarer Nacht schlängelten wir uns im Krichtempo die Serpentinen zum Kraterrand des Kilimandscharo hoch. Die dünne Luft machte einigen Teilnehmern zu schaffen, dennoch erreichten wir nach sechs Stunden und 1000 Höhenmetern den Gilmanspoint auf 5681 Metern Höhe. Doch noch waren wir nicht am eigentlichen Gipfel, von dem uns immer noch zwei Kilometer und weitere 200 Höhenmeter trennten.
Doch um 8 Uhr standen wir schließlich am Uhuru Peak, dem höchsten Punkt Afrikas.

Wir sind nun am Kibo Hut (4700m) angekommen, und genießen erstmals herrliches Wetter und einen atemberaubenden Sonnenuntergang.
Regen, Regen, Regen. Passend zur Klimaschutzexpedition GreenPeaks macht uns der Klimawandel zu schaffen. „Es ist absolut unüblich, dass es Ende Oktober so viel und so lange regnet!“ wundert sich selbst unser Guide Faustino. Und er muss es wissen, denn der 65-Jährige kennt den Kilimandscharo wohl wie kein anderer. Mehr als 350 Mal stand Faustino bereits auf dem höchsten Punkt Afrikas. Und seit seinem ersten Gipfelsieg auf dem Uhuru Peak, hat sich viel verändert: „Das Eis wird zusehend weniger.“
Eine Feststellung, die unsere GreenPeaks-Expeditionsteilnehmer nur schwer glauben wollen, denn Mittwoch früh zeigte uns ein Wolkenfenster für wenige Minuten erstmals den Kilimandscharo. Und oben liegt für diese Jahreszeit viel Schnee. Faustino erklärte uns auf unserer heutigen Akklimatisationstour zum Kibosattel (4300m), dass noch vor 2 Monaten der Weg zum Gipfel schneefrei war. Aber auch dieser Neuschnee wird rasch verschwinden, denn die Sonneneinstrahlung in Äquatornähe ist imens, und ein Sonnenbrand bei Regenwetter keine Seltenheit.
Morgen früh werden wir zur Kibo Hut (4700m) aufsteigen, bevor wir Freitag kurz nach Mitternacht den Gipfelsturm in Angriff nehmen werden.
Noch immer blieb unserer GreenPeaksexpediton ein Blick auf den Kibo, dem höchsten freistehenden Berg der Welt, verwehrt. Auch am zweiten Tag unserer Tour regnete es den ganzen Tag. Vom Lager Mandara Hut ging es zuerst durch den Regenwald, und später über Heidehochland hinauf ins Höhenlager zwei, dem Camp Horombo Hut (3700m) Die Stimmung unter den Teilnehmern der GreenPeaksexpedition ist trotz Schlechtwetter prima, und unser „General Cook“ Thomas sorgt für beste Verpflegung.
Die GreenPeaks Expedition auf den 5895m hohen Kilimandscharo gleicht einem logistischen Großprojekt. Es gilt Wasser, Verpflegung und Ausrüstung auf den Berg zu bringen, denn immerhin sind wir 6 Tage unterwegs. Anders als bei Aconcagua, Elbrus oder Mount McKinley wo jeder seine Ausrüstung selbst trägt, schreibt hier die Nationalparkverwaltung Träger vor. Unserer GEOReisegruppe wurden 23 Träger zugeteilt. Ihr Anführer heißt Faustino, der schon mehr als 100 Mal auf dem Kibo-Gipfel stand.
Montag Mittag ging es vom Marangu Gate (1800m) los. 4 Stunden dauerte der Marsch durch den Regewald, der seinem Namen auch völlig gerecht wurde. Es regnete die ganze Zeit. Schließlich erreichten wir das erste Lager Mandara hut auf 2700m. Morgen führt unsere Tour auf Glocknerhöhe.
Ebenfalls heute bestätigt wurde unser Termin samt Botschafterempfang bei der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen.
Jambo! Nach ein paar Stunden in unserem „Dschungelhotel“ waren wir bereit , um auch die Umgebung näher zu erkunden. Immerhin galt es zwischen Bananenstauden US-Dollars zu wechseln, und somit hatten wir rasch neue Freunde gefunden. Nur unsere Dollars wollte man nicht. Zu zerknittert, zu oft gebraucht, und abgelaufen sollen sie nach Meinung unserer neuen Freunde sein. Nach ein paar Bananenbier mit Abdula, Aman und Batka hieß es plötzlich „hakuna matata“ und wir bekamen unsere Shilling.
Der Tradition folgend war auch ein Friseurtermin fällig. In einer Wellblechhütte mit Stromschwankungen und einem Friseur ohne Schere. Über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart.
Dafür ist unsere Unterkunft, das Marangu Hotel, einfach nur Top. Das Personal ist zuvorkommend, nur Jürgen sorgt bei Ihnen für einige Verwunderung. Den jedes Mal, wenn er sich mit jemanden unterhält notiert er dessen Namen. Einzig unsere Zimmernachbarn sind recht nervig. Denn schon früh morgens toben Affen direkt neben den Zimmerfenstern in den Bäumen.
Heute geht es zum Marangu Gate, dem Ausgangspunkt für unsere Gipfeltour. Wir wollen noch vor der Ankunft unserer GEO-Bergfreunde die letzten Vorbereitungen treffen, sowie die Nationalparkpermits lösen.
Nach mehr als zehn Stunden Flugzeit landeten wir Freitagnacht am Kilimanjaro Airport in Tansania. Alles verlief problemlos und ein Taxi brachte uns zum Hotel Marangu am Ausgangspunkt unserer Kilimandscharo-Besteigung. Die ganze Hotelcrew war aufmarschiert, um uns freundlich zu begrüßen und ein regelrechtes Festtagsmenü aufzutischen. Heute werden wir die Lage erkunden und alles vorbereiten.
Die Seesäcke sind mit der Ausrüstung gefüllt.
Wir sind auf dem Weg nach Tansania in Ostafrika.
Das Bergsteigen auf dem Kilimanjaro ist aufgrund der einzigartigen Landschaft und herrlichen Flora und Fauna ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis.